cable Great Cosmic Hero

Anmeldedatum: 09.09.2006 Beiträge: 4004 Wohnort: Bovenden
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Verfasst am: 19.09.2007, 21:14 Titel: Superman # 666 (Spoiler) |
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Autor: Kurt Busiek
Artwork: Walter Simonson
Story
Nun bei einer Ausgabe 666 kann es sich ja nicht um eine gewöhnliche Geschichte handeln, egal welcher Held es auf eine solch stolze Nummer bringt.
Und so verhält es sich denn auch mit Superman #666
Auf den ersten beiden wird durch Hawkman und Aquaman die Ankunft einer seltsamen Kreatur angekündigt und zwar für niemand anderen als "for you" womit wohl Superman gemeint ist.
Dann wechselt die Szenerie in die Redaktion des Daily Planet wo der Phantom Stranger ein geheimnisvoller Magier auftaucht und unter den Augen des Redaktionsteams kurzerhand Clark Kent entführt.
Perry bekommt davon nichts mit und Jimmy Olson, der bestimmt schon einige seltsamen Begebenheiten erdulden musste schützt Clark Kent, als der Chefredakteuer nach seinem Reporter fragt.
Dann reist der Leser in die vergangenheit zurück, indem er nochmals Zeuge der berühmtesten Planetenexplosion in der Superheldengeschichte wird.
Krypton explodiert und wir erfahren, dass eben nicht nur Superman überlebt hat oder seine Cousine und sein Hund, sondern auch eine unheimliche Kreatur, deren Atem Superman als Säugling unterbewusst wahrgenommen hat und nun durch seine Superkräfte auf der Erde in seinen Erinnerungen immer wieder wahrnimmt.
Besonders in seinen Träumen und so verwundert es auch nicht, wenn im Schatten neben seinem Bett im dunklen die berühmte schwarze Kreatur zu lauern scheint, bei der es sich um nichts anderes als einen Nachtmahr zu handeln scheint.
nachdem sich Clark Kent also zu Bett gelegt wird der Leser dementsprechend Zeuge eines Alptraumes der Superman heimsucht und in dem er einen Planeten versklavt hat, augenscheinlich die Erde und alle Kreaturen sein S als Rune tragen.
Alle außer einem Menschen der erstaunlich an Lex Luthor erinnert und der von Supermans handlangern aufgrund der fehlenden Runge gequält und verfolgt wird.
Aus diesem Traum erwacht Superman also und wird von Lois gebeten ihr Ice Cream und Prickles mitzubringen.
Und dies ist für den scharfsinnigen Superman ein untrügliches Zeichen dafür, dass er eben nicht erwacht ist, sondern sich in einem verschachtelten Traum befindet, in dem der Träumer sein Erwachen eben nur träumt.
Und was der Leser dann miterlebt ist ein einblick darin, was aus Superman hätte werden können, wenn er mit seinen Kräften auf der Erde angekommen wäre, aber halt nicht eine noble, sondern eine Böse Gesinnung aufweisen würde.
Dieser Traum, den der Leser miterlebt zeigt einen Superman, der sich über die schwächlichen Menschen hinwegsetzt, der Clark Kent verachtet und der sich letztlich über alles hinwegzusetzen scheint.
Eines seiner ersten Opfer ist wiederum Lex Luthor gefolgt von Brainiac und dem Parasit und einigen anderen bekannten Superman Gegnern.
Das Superman in diesem Traum einfach mit allen seinen gegnern fertigwird liegt daran, dass wir erleben, wie eine Allmachtsphantasie Supermans aussehen könnte.
Es handelt sich dabei eben um eine Allmachtsphantasie, wie lex Luthor sie eben Superman immer wieder unterstellt.
Nachdem Superman sich vollkommen seiner Hybris in die absolute Selbstüberschätzung hingegeben hat, er den Tod von Jimmy Olson und die Zerstörung seines Heimatortes hingenommen hat verschlägt es Superman in die Hölle.
UNd dort trift er auf den Dämon, der einst vor langer Zeit zusammen mit Superman dem PLaneten Krypton entkommen konnte und der durch einen Mord! den Superman begangen haben soll und an den dieser sich nicht erinnert die Lebenskraft erhalten hat die er brauchte um nach der Zerstörung Kryptons zu überleben.
Nun hat sich der Dämon daran gemacht seinen Fürsten die Seele Supermans zu übergeben um sich selbst zu einem Herrscher über einen Teil der Hölle aufzuschwingen.
Das Unternehmen scheiter natürlich spielerisch, denn Supermann wurde durch den Phantom Stranger gut vorbereitet und nur eine Hülle Supermans wurde von dem Dämon in seinen Träumen zu der Hybrins hingerissen, die Supermans Seele vergiften sollte.
Schließlich kehr Superman unbeschadet aus der Hölle zurück, allerdings ist der Dämon von Krypton nicht endgültig getötet worden und wir dürfen gespannt sein, ob wir diesen nochmals wieder sehen.
Artwork:
DSie Artwork ist sehr strichartig und machmal verzeert in den Proportionen ohne aber einen cartoongen Charakter zu bekommen, wie er zum Beispiel in der aktuellen Wolverineserie zu beobchten ist.
Sie versucht das ständige spielen mit dem Wechsel zwischen Traum und Realität durch übertreibungen, Zeichnungen und verzeerte Proportionen plastisch zu machen.
Dies gelingt der Artwork, sorgt aber dafür, dass der Leser ein wenig braucht um sich in den Comic einzuschauen, um so mehr, als die Artwork der vorherigen Ausgaben eher im Retro-Style gehalten sind.
Fazit
Der Comic hat mir besser gefallen, als ich nach den ersten Seiten befürchtet habe und in der tat ist eine Nummer 666 natürlich gezwungen eine unheimlich und dem Horror verpflichtete Geschichte zu erzählen, wenn man die abendländische Zahlenmystik nicht unkommentiert einfach ignorieren möchte.
Gerade im rahmen einer Superman Geschichte ist dies nicht ganz einfach, doch es gelingt Dan Jurgens sehr gekonnt zu zeigen, dass das "Beast...from Krypton", so der Titel von Superman #666 niemand anders ist, als Superman selbst.
Die Geschichte setzt ein wenig voraus, dass der Leser bereits einige Supermangeschichten kennt und den Reiz erennt, denn der Einblick in die dunklen Träume Supermans durch Kurt Busiek gewährt wird.
Dann aber ist die Geschichte und vor allen Dingen die Umsetzung durchaus gelungen, denn sie macht deutlich, dass es sich bei Superman eben doch um mehr handelt, als einen farblosen Pfadpfinder mit Superkräften.
Dies in einer dunklen Geschichte deutlich zu machen ist sicherlich nicht einfach und Busiek gut gelungen.
Insgesamt kann ich die Ausgabe nur bedingt empfehlen. Wer Superman mag wird Spaß an dem Comic haben, wer Superman nicht kennt, sollte nicht mit diesem Heft in die Serie einsteigen und wer Superman nicht mag, wird dem Comic wohl nichts abggewinnen können.
cable _________________ Deadpool will kick all ur butts! |
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