 |
$1.75 US
$1.95 CAN
|
|
Superhelden.eu Willkommen in der Welt der Comics
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Arakunas Great Hero

Anmeldedatum: 13.09.2006 Beiträge: 468 Wohnort: Göttingen
|
Verfasst am: 17.10.2006, 17:55 Titel: Son of M (Achtung: Spoiler!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) |
|
|
JA, Son of M ist da, endlich die letzte, unabhängige Story zu Decimation, hoffentlich, muss langsam mal an meinen armen Geldbeutel denken.
Beim Lesen dieses Machwerks hatte ich unweigerlich folgende Liedstrophe im Kopf: "No one knows, what is it like, do be the bad guy, to be the sad guy, behind blue eyes"
David Hine, der schon mit 198 ein kleines Meisterwerk geschenkt hat, zeigt uns Quicksilver ohne Kräfte, ohne Hoffnung, ohne Mut. Der sich nach einem Gespräch mit Spiderman sogar umbringen will, klappt auch fast, doch dann kommen die Inhumans und nehmen ihn mit zum Mond. Wo er seine Chance sieht, endlich wieder zu neuen Kräften zu kommen, und ich mein das hier im wörtlichen Sinn. Doch dazu muss er die Gesetze der Inhumans brechen und zum Verbrecher werden.
Jeder normale Held hätte da seine Zweifel, aber nicht Quicksilver. Er macht es und bekommt neue Kräfte, die übrigens sehr cool sind, und nicht nur das, er zieht auch noch seine Tochter mitrein und zwingt ihr Kräfte auf. Und versucht dann, ohne Rücksicht auf Konsequenzen, dann noch den kraftlosen Mutanten neue Kräfte zu schenken... usw. , ihr kennt ja die Storyline
Was ich an dieser Story so mag, ist das es uns zeigt, dass der Apfel nie weit vom Stamm fällt. Quicksilver wird in diesem Comic zu einem neuen Magneto, der zwar das beste will, seinen Fehler wieder gut zu machen, aber dafür alles in Kauf nimmt und keine Rücksicht auf irgendeinen zeigt, noch nicht mal, bei seiner Tochter.
Das andere was nicht so toll war, ist das es bald, so scheint es ja, ein Krieg zwischen den Inhumans und der USA zu geben. Wiedereinmal wurde etwas eingeführt und es wird anderen Autoren überlassen es fort zu führen, dass kann gut gehen, aber auch ziemlich daneben, was z.B. die Auflösung der Joseph-Storyline bei den X-Men sehr gut zeigt.
Aber was solls, trotz dieser kleinen schwäche ist doch Son of M nen ziemlich guter Comic, der zwar nicht ganz an 198 heranreicht, aber auf alle Fälle lesenswert ist.
Kleiner Nachtrag zum Autor David Hine: Es steht in den Anmerkungen, das er die Civil War Ausgaben für die X-Men schreiben wird..., mal schauen wie es mit Jhonny D weitergehen wird _________________ "My Kung Fu is better than your ... Not Kung Fu"
"Psst, my Common Sense is tingling"
 |
|
| Nach oben |
|
 |
cable Great Cosmic Hero

Anmeldedatum: 09.09.2006 Beiträge: 4004 Wohnort: Bovenden
|
Verfasst am: 17.10.2006, 20:12 Titel: |
|
|
Habe heute mit Son of M angefangen. Der Anfang ist phantastisch und die Eingangsszene mit Spiderman zeigt, warum House of M ein wichtiiger Schritt im Marveluniversum gewesen ist.
Spiderman hat in House of M deutlich an Tiefe und Faszination gewonnen.
Deinen Post lese ich natürlich erst, nachdem ich den Comic komplett gelesen habe.
cable _________________ Deadpool will kick all ur butts! |
|
| Nach oben |
|
 |
Arakunas Great Hero

Anmeldedatum: 13.09.2006 Beiträge: 468 Wohnort: Göttingen
|
Verfasst am: 17.10.2006, 22:26 Titel: |
|
|
jajajaja,
aber nicht nur für Spiderman ist House of M wichtig gewesen, sondern auch für einige andere, denke ich mir, nur das kann man hier nicht wissen, weil ja Panini nicht das komplette Programm rausbringt.
Aber ich fand es schon cool, das endlich mal jemand gezeigt hat, wie es momentan wirklich in Spiderman aussieht
Freu mich schon auf deine komplette Antwort _________________ "My Kung Fu is better than your ... Not Kung Fu"
"Psst, my Common Sense is tingling"
 |
|
| Nach oben |
|
 |
cable Great Cosmic Hero

Anmeldedatum: 09.09.2006 Beiträge: 4004 Wohnort: Bovenden
|
Verfasst am: 18.10.2006, 07:40 Titel: |
|
|
Son of M
Zur Story
Mit Son of M ist es dem Autor gelungen die Geschichte einer gescheiterten Wiedergutmachung einer Person zu erzählen, die sich bewusst ist, dass sie ungewollter Auslöser einer Katastrophe war, aber aufgrund derselben Fehler die die Katastrophe erst in Gang setzte auch bei der Wiedergutmachung scheitern muss und scheitert.
Gelungen ist hierbei vor allen Dingen, das der Verlauf der Geschichte nicht absehbar ist. Was mit einem gewöhnlichen Tag im Leben von Qioocksilver beginnt endet an der Schwelle zum Krieg und eben nicht mit einem gewöhnlichen Tag. Unjd es geht in der Storyline auch nicht darum, den alltäglichen Quicksilver zu prblematisieren Die Geschichte ist eher das Psychogramm eines tragischen Superhelden, der aufgrund seiner Uneinsichtigkeit in die eigene Schwäche, in seinen Fehler scheitern muss.
Quicksilvers tragischer Fehler, der ihn Grenzen überschreiten, wie der Betrug an seiner Frau und seinen Freunden, Vertrauensmissbrauch, aber auch der leichtfertige Umgang mit dem Wohlbefinden anderen Leute und sogar der eigenen Tochter, besteht darin, dass er sich ständig überschätzt. Quicksilver wäre gerne derjenige der im Falle eines Falles die gesamte Welt zum Wohle der Menschen die ihm wichtig sind ändern kann. Der für sich immer wieder in Anspruch nimmt die Welt korrigieren zu können. Das zeigt sich u.a. in seinem katastrophalen Versuch den Mutanten ihre Kräfte wiederbringen zu können. Die nach seiner Ansicht stets von anderen begangenen Fehler sind für Quicksilver das Übel, aber nicht sein eigener Größenwahn, der sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte durch House of M zieht.
Doch nicht nur die genaue Ausarbeitung der Hauptfigur zeichnet diesen Comic aus, obgleich das Aufeinandertreffen von Quicksilver mit Magneto seinem Vater und seiner Frau Crystal, sowie mit seiner Tochter Nova oer mit Videmus derart komplex ist, dass diese Ausgabe ein schönes Beispiel dafür ist, wie innerhalb einer Comicgeschichte die Vielschiichtigkeit des menschen thematisiert werden kann.
Sondern auch die Einbettung des durch das House of M veränderte Marveluniversum.
Die Szene mit Spiderman, oder die Szene der ersten "Heilung" eines fremden Mutanten am Ende der Geschichte sind Musterbeispiele, wie in Nebenszenen der Kosmos in dem eine Handlung angesiedelt ist schnell aber umfangreich dargsstellt werden kann.
Insgesamt kann zu Story gesagt werden, dass es sich bei ihr um die mit fanatischem Blick für die Details ausgearbeitete Geburt eines Villains handelt.
Denn eines ist am Ende des Comics unbestreitbar und erschreckend klar: Quicksilver ist immer mehr zum Villain geworden:
Rücksichtlos, skrupellos und die ehthisch moralischen Konventionen leichtfertig für eine selbstgewählte Mission verletzend und überschreitend.
Unbedingt lesenwert.
Artwork:
Mit Son of M haben wir es mit einem Comic zu tun, dessen Artwork neue Wege erschließt um eine tragisch düstere Comicvison graphisch darzustellen.
Die puristische Artwork zeichnet sich zum einen dadurch aus, dass sie auf überbordende Computereffkte verzichtet, gleichzeitig aber über das Maß von Comiczeichnungen hinausgeht. Die einzelnen Pannels sind keine Situationsgemälde und keine Zeichnungen sondern am ehesten düstere graphisch puristische Visionen der Welt, in der die Geschichte angesiedelt ist.
Die Artwork ist eigenständig und unterscheidet sich in wesentlichen Punkten in den Traditionellen Artworkstilen wie sie von John Rommita Jr (in Bezug auf die Zeichnungen) oder von Jimm Lee bzw. Alex Ross vorgegebenund von vielen anderen Zeichnern immitiert worden sind.
Die graphische Perspektiven mit denen die Geschichte umgesetzt wird sind beeindruckend u.a. durch die Klarheit der Formen. Die Artwork ersäuft nicht im dunklen, schemenhaften scharz-blau mit der Begründung, dass die Geschichte die es zuerzählen gilt düster und tragisch ist. Viel mehr wird mit präzisem Blick und fanatischem Blick fürs Detail in aller Klarheit festgehalten, was erzählt werden soll.
Wenn die Artwork eines Jimm Lee oder eines Alex Ross immer wieder durch ihren opulenten Charakter beeindruckt und oft auch überfordert, so zeichnet sich die in House of M vorgelegte Artwork durch ihre visionäre Kraft.
Roy Allan Martinez entwickelt das Medium Comic weiter, in dem er neue eindringliche Wege beschreitet, wenn es um die Darstellung des Tragischen geht.
Da es sich bei dem Zeichner Roy Allan Martinez noch um einen jungen Zeichner handelt ist ihm an dieser Stelle zu wünschen, dass er den eingeschlagenen Weg des puristisch visionären Zeichenstyls mutig weiterentwickelt und ausbaut, denn was mit House of M vorliegt hat das Potential am Beginn einer vielversprechenden Strömung in der modernen Comicliteratur zu stehen, sofern es nicht eine einmmalige genialische Leistung bleibt.
Fazit
House of M ist unbedingt lesenswert, ich bin begeistert.
cable
P.S. @Arakunas: Mir gefiel Son of M besser als 198, obwohl 198 schon ein klasse Comic ist. _________________ Deadpool will kick all ur butts! |
|
| Nach oben |
|
 |
Arakunas Great Hero

Anmeldedatum: 13.09.2006 Beiträge: 468 Wohnort: Göttingen
|
Verfasst am: 18.10.2006, 18:41 Titel: |
|
|
schöne Zusammenfassung, besonders, dass du auch siehst, das wir mit Quicksilver einen neuen Villian haben, dessen Enstehen hier eindringlich erzählt wird.
Das einzige was mich an Son of M ein bißchen stört ist halt der Beginn des Krieges mit den Inhumans, weil jetzt ist es unsicher, ob oder wie es weitergeführt wird, da ich mir nicht sicher bin, dass David Hine die Story weiterführen wird. Diese Unsicherheit stört mich ein bißchen, während 198 eine in sich abgeschlossene Geschichte war, die keine Fragen zum Abschluss offen ließen.
Aber ansonsten ist der Comic natürlich ziemlich gut, der endlich mal nachvollziehbar einen der Gründe aufzeigt, warum ein Mensch zum Villian wird _________________ "My Kung Fu is better than your ... Not Kung Fu"
"Psst, my Common Sense is tingling"
 |
|
| Nach oben |
|
 |
Ewin Hero

Anmeldedatum: 09.09.2006 Beiträge: 89
|
Verfasst am: 05.11.2006, 20:48 Titel: |
|
|
Naja, nach House of M muss Marvel jetzt ersteinmal neu strukturieren. Und Civil war wirft auch schon seine Schatten voraus. Quicksilver erwähnt nicht, wie weit er in die Zukunft springen muss, um das "groe Chaos", das er angerichtet hat zu erkennen.
Man könnte diese Krieg mit Civil war verbinden, was sicher furiose Ereignisse offenlässt.
Wenn dieser Krieg unabhängig von Civil war stattfinden soll, muss bis dahin aber noch viel Zeit vergehen, und ob sich dann noch jemand an die gestohlenen Kristalle erinnert ??
 |
|
| Nach oben |
|
 |
Arakunas Great Hero

Anmeldedatum: 13.09.2006 Beiträge: 468 Wohnort: Göttingen
|
Verfasst am: 06.11.2006, 00:43 Titel: |
|
|
also ich vermute schon sehr stark, dass sich die Zukunft, die Quicksilver gesehen hat auf den Civil War bezieht, genauso wie dort sich das vermutlich mit dem Krieg der Erde mit den Inhumans lösen wird _________________ "My Kung Fu is better than your ... Not Kung Fu"
"Psst, my Common Sense is tingling"
 |
|
| Nach oben |
|
 |
| Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde |
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|