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Superhelden.eu Willkommen in der Welt der Comics
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cable Great Cosmic Hero

Anmeldedatum: 09.09.2006 Beiträge: 4004 Wohnort: Bovenden
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Verfasst am: 07.10.2008, 08:12 Titel: Magneto: Testamen t (Spoiler) |
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Autor: Grek Pak
Artwork: Carmine Di Giadomenico
Story:
ZUm ersten Mal schickt sich eine Miniserie an, den vollständigen HIntergrund und die Kindheitsgeschichte von Magneto zu erzählen.
Dies ist interessant, weil Magnetos Hintergrund zum einen untrennbar mit Auschwitz verbunden ist, und somit mit einem extrem düsteren Teil der Geschichte des 20ten Jahrhunderts und zum anderen weil Magneto selbst wohl kaum anders beschrieben werden kann, als extremistischer Rassist.
Ein Superschurke, nach dessen Ansicht die "Spezies" Murtant in einem unausweichlichen und existéntiellem, Kampf gegen eine andere Rasse/Spezies, den nicht Mutanten steht und der an diesen Kampf mit aller gebotenen Sachlichkeit und Härte herangeht unterscheidet sich in seinen Ansichten kaum vom völkischen Rassismus der Nationalsozialistischen Diktatur 1933 - 1945.
Der Hauptunterschied zwischen Magneto und den Nazis, die Magneto in Auschwitz soviel Unrecht antaten liegt darin, dass Magneto kein Antisemit ist.
Doch Übermenschenlehre, Kampf um das Überleben der eigenen Rasse in einer bedrohlichen Welt, in der es keine Dauerhaften Werte wie Menschlichkeit, Menschenrecht und Unantastbarkeit des Individuums gibt sind alles wesentliche Aspekte der Ideologie des NS Diktatur und von Magneto.
Es ist deshalb kein leichtes Unterfangen, dieser Figur eine anspruchsvolle Miniserie zu widmen, mit Schwerpunkt auf deren Kindheit.
Muss doch klar gemacht werden, warum Magneto selbst zu dem Extremisten geworden ist, der er als Superschurke ist und das ganze i8n einen Hintergrund, den zwar ein Mike Mignola in Hellboy immer wieder gekonnt für Comics umsetzt, der aber ansonsten sehr schwer mit seinen tragischen Dimensionen umgesetzt werden kann.
Nun Pak beginnt seinen Comic mit den unmiittelbaren Erlebnissen von Max Eisenhardt, einem 9 jährigen jüdischen Jungen dessen Vater im ersten Weltkrieg für seine Tapferkeit ausgezeichnet wurde.
In der Eröffnungsszene spielt der Onkel von Max Eisenhardt eine gewichtige Rolle.
Dieser ist ein lebenslustiger Schwerenöter mit einer umfassenden Kenntnis amouröser Abenteuer.
Und hier ggreift Pak geschickt auf die historischen Ereignisse zurück.
Im Rahmen der Nürnberger Rassegesetze wurde Juden der Umgang mit árischen Frauen verboten und es kam zu öffentlichen Diskriminierungen und Gewaltakten gegen Juden und deutsche Frauen, die gegen die Nürnberger Rassen"gesetze" verstießen.
Maxens Eisenhardts Onkel wird Opfer dieser Gewalt, die der kleine Max aus nächster Nähe miterleben muss.
Ebenso wie Max am eigenen Leib erfährt, dass Juden im Deutschland der Nazidiktatur von "ganz normalen" Lehrern und Mitschülern schikaniert und an den rand der Gesellschaft gedrängt werden.
Max Eisenhardts vater wiederum verweist auf Hindenburgs Ausnahmegesetz für Juden, die sich im Ersten Weltkrieg in ausgezeichneter Weise als Soldaten für das Deutsche Reich eingesetzt haben und hofft, dass durch Hindenburgs Schutz das eigene Schicksal nicht so schlimm sein wird, wie Maxens Onkel, nachdem er aufgrund seiner Liebeshändeleinen zu einer Deutschen Opfer übler Gewalt geworden ist.
Sowohl das Aufgreifen der Nürnberger rassegesetze und des Hindenburgschen Einsatzes für jüdische Soldaten, die im ersten Weltkrieg gedient hatten zeigen, dass es Pak nicht darum geht, eine auschwitzzentrierte auf Mitleid abzielende Biographie von Magneto zu entwickeln.
UNd genau dadurch, dass die Handlung 1935 einsetzt, die Sitation der Juden im Deutschen reich lange vor der Umsetzung des Holocaust thematisiert gelingen Pak zwei Dinge:
1. Es wird deutlich, welche umfassenden Verletzungen und Demütigungen Magneto von frühester Kindheit an erfahren musste. Diese Demütigungen waren eben nicht beschränkt auf die extremste Form pervertierter Gewalt, sondern bezogen sich auf das ganze Leben. Auch auf die Existenz einer noch nicht durch den 2ten Weltkrieg gezeichneten Gesellschaft.
2. Es wird eine Verflachung des biographischen Hintergrundes von Magneto und der Nazidikatur auf Auschwitz-Voyeurismus verhindert.
Artwork:
Ein Augenschmaus der es mit der "anspruchsvollen" Artwork franko-beglischer Alben locker aufnehmen kann.
Tolle Pannels, beklemmende Pannels, romantische Pannels und Pannels die Gewalt deutlich aber nicht überzeichnet zum Ausdruck bringen.
Tolle Kolorierung.
Fazit:
Grek Pak zeigt, dass er sich einer komplexen Figur wie Magneto meisterhaft annähern kann und das er einer der wenigen Autoren ist, die politisch und historisch schwierige Themen mit extremer Leichtigkeit in einer spannenden und ergreifenden Comicgeschichte darstellen kann.
Grek Pak beweist, dass Genre der Superheldencomics braucht sich vor anspruchsvollen Themen nicht einschüchtern lassen.
Ich bin gespannt, wie aus dem kleinen Mx Eisenhardt langsam Magneto heranreift und befürchte, dass dem kleinen Max noch viel bevorsteht, dass weit über Schläge und Diskriminierung hinausgeht...Das erfährt Max bereits 1935 und im ersten teil des Fünfteilers.
cable
P.S. Als Magneto Fan und angehender Historiker würde es mich sehr freuen, den einen oder anderen auf diesen Comic neugierig gemacht zu haben. _________________ Deadpool will kick all ur butts! |
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cable Great Cosmic Hero

Anmeldedatum: 09.09.2006 Beiträge: 4004 Wohnort: Bovenden
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Verfasst am: 26.11.2008, 08:31 Titel: |
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Da ich eine Recht umfangreiche Besprechung zum ersten Teil geschrieben habe, hier kurz die ZUsammenfassung des 2ten Teil.
Magneto Testament Part #2
In dieser Ausgabe spitzt sich die Situation der Familie um den kleinen Max weiter zu. Immer ehr wird ihr klar, dass Juden in Deutschland während der Jahre 1933 - 1945 massiv verfolgt werden.
Das führt zum Schluß dazu, dass die Familie nach dem Novemberprogrom in Deutschland verzweifelt Mittellos nach Polen flieht.
Dort wird sie Zeuge, wie polnische Husaren gegen deutsche Panzer in den Krieg reiten...
Der Leser ahnt und weiß, dass auf den kleinen Max schwere Zeiten zukommen werden.
Artwork:
Zur Artwork gibt es nichts neues zu sagen
Fazit:
Der zweite Teil bestätigt den sehr guten Eindruck des ersten Teils und es gelingt dem Kreativteam der Serie sensibel, plausibel und historisch erstaunlich gut recherchiert die packende Biographie einer der wichtigsten Gestalten im Marveluniversum zu erzählen.
Wenn man bei Woplverine häufiger das Gefühl hatte, dass dessen biographischen Geschichten zu abgedroschen waren, gelingt es Marvel bei Magneti Testament eine gelungene Comic-Biographie zu schreiben.
Die ersten beiden Teile sind sehr lesenswert.
cable
P.S. Liest hier noch jemand die Serie??? _________________ Deadpool will kick all ur butts! |
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