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Captain America: ein Nachruf

 
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cable
Great Cosmic Hero


Anmeldedatum: 09.09.2006
Beiträge: 4004
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BeitragVerfasst am: 16.03.2007, 23:43    Titel: Captain America: ein Nachruf

Zur Zeit lese ich einige Geschichtsbücher und befasse mich mit der Frage, wie es dazu kommt, dass eine große Anzahl von Menschen sich hiinreißen lässt Untaten und Verbrechen zu begehen.

Eine Erkenntnis ist wohl, dass moralische Grundwerte und Verhaltensnormen wie Treue (zu einem Ehrenkodex), Anstand, und Loyalität zumeist in einer verheerenden Deutung unterliegen müssen, damit es zu Verbrechen im großen Stil kommen kann.

Warum ich in meinem Nachruf auf Captain America darüber nachdenke, wie es kommt, dass Kriegsverbrechen immer wieder stattfinden und welche Rolle eine Interpretation, genauer eine Mißinterpretation von Grundwerten, die für sich betrachtet eigentlich positiv sind, hierbei spielen?

Nun captain Americs steht eben nicht für einen blinden Patriotismus der sich in blinder True dieser oder jener Person gegenüber erschöpft.
Der Ehrendkodex dem sich Captain America verpflichtet sieht ist den fundamentalen Freiheitsgedanken verpflichtet, wie sie in den großen amerikanischen Mythen wie "Onkel Bens Hütte" oder aber auch in dem "American Dream" in seinen zahlreichen Hoolywoodverfilmungen immer wieder erzählt werden.

Freiheit und Unatastbarkeit der Würde sind für Captain America immer wieder der Grundpfeiler seines Ehrenkodex und seiner Loyalität gewesen. Aus dieser Bedingungslosen Liebe zu seinen Grundwerten, die Captain America lange aber in letzter Zeit immer weniger in seiner Heimat verwirklich sah speist sich der Patriotiismus eines Captain Amerika.

Wenn man Captain Amerika in dieser Weise versteht, dann ist kaum Überraschend, dass Captain America mit all seiner Leidenschaft sich gegen den Registration Act und einen immer autoritärer agierenden Staat stellt und somit den Civil WEar auslöst.

Denn nie war Captain America einer Regierung zur Treue verpflichtet, sondern immer einer Idee von Anstand und Würde, Ehrhaftigkeit wie sie sich in den großen Utopien eines Thomus Morus, aber auch in den Predigten eines Mrtin Luther King zeigt.

Deshalb ist der Tod von Captain America bzw. von Steve Rogers so tragisch und so bedeutsam.
Denn es geht nicht um Flaggen oder Sterne sondern um all das, was in den Augen von Captain America während der Nazidiktatur immer wieder mit Füßen getreten worden ist.
Der Tod des leidenschaftlichen Captain Amerikas Steve Rogers wird eine Lücke hinterlassen im Marveluniversum, die wohl in der nächsten Zeit nicht geschlossen werden wird.
Es geht um eine Interpretation von "Super"held, die sich nie dazu hinreißen lassen würde Menschen die sich ergeben abzuschlachten, wie dies in der aktuellen deutschen Ausgabe der Ultimativen #27 geschieht.

Quicksilver (im Ultimativen Universum einer der Guten) tötetb dort grausam und gnadenlos.
Hulk tötet jemanden der sich seiner Gnade ausliefert mit einem zynischen Kommentar, einne Szene die einer Hinrichtung gleicht und der ultimative Steve Rogers, der mit dem gerade zu Grbae getragenen Captain America keinerlei Ähnlichkeiten mehr aufweist, tötet mit der kalten Präzision eines Söldners im Dienste von Shield.

Die (Miss- ??)Interpretation der Rächer bei Mark Millar in seiner außerordentlich gute geschriebenen Serie der Ultimativen, aber ebenso der Zynismus im Supremeuniversum, dass Sperpersonen kennt, aber noch keine Helden, aber zuletzt auch die verzweifelte Schonungslosigkeit des Standartuniversums machen deutich, wie tragisch der von Captain America ist.

In Bezug auf die Logik des Marveluniversums, aber auch darüber hinaus.

Superman ist einsamer geworden in seiner Standhaftigkeit. Die Marvelvariamte des aufrechten Super!helden ist zu Grabe getragen worden.

Für alle, die in Captain America nicht mehr erblicken wollten, als einen vom blinden chauvinistischen Patriotismus getriebenen Erfüllungsgehilfen amerikanischer Expansionspolitik und Propaganda sicherlich ein geringer Verlust. Folgt doch auf den Tood eines Superhelden zumeist immer ein moderner Superheld.

Für alle die aber, für die Steve Rogers sowohl Captain America ist, als auch Nomad, die Captains bedingungslosen Kampf für das, was wir unter Freiheit verstehen in den letzten Jahren oder Jahrzehnten mitverfolgt haben, wird dieser Verlust sehr schwer wiegen.

Und sie werden besorgt der abgeklärten Zukunft entgensehen, die von Superhelden geprägt ist, die: Lügen und Betrügen, entäuschen und saufen, die sich nicht im Griff haben und immer wieder Morden, die im Alkohol eine Entschuldigung für eigenes Versagen suchen, die ihre Familie vorschieben um UNrecht zu legitimieren und die mit den Methoden von Verbrechern verbrechen bekämpfen mit dem läppischen Hinweis auf das Gute, dass es zu schützen gilt.

Professor X, Rouge, Iron Man, Cable, ihr werdet der verantwortung nicht gewachsen sein, die Captain America geschultert hat und die ihn zum Superhelden machte.

Ihr werdet im Vergleich zu ihm nie mehr sein, als Schurken die mit den falschen Mitteln hoffen gutes zu bewirken.

cable
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Deadpool will kick all ur butts!
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Arakunas
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BeitragVerfasst am: 17.03.2007, 13:22    Titel:

wow, einfach nur wow, danke für diesen nachdenklichmachenden Nachruf. You rule Cable.
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sailorboy
Cosmic Hero


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Beiträge: 1088
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BeitragVerfasst am: 23.03.2007, 09:03    Titel:

hey cable, toller nachruf! musste mir glatt eine kleine träne aus dem knopfloch wischen.
captain america rules!
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JOHN RAMBO
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Alandor
Superhero


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Beiträge: 880

BeitragVerfasst am: 23.03.2007, 22:48    Titel:

Auch wenn ich kein Capt. A. Fan bin, wirklich schön geschrieben.
Aber bei Marvel bleibt ja nie lange so etwas, wie es ist und Capt. A. steht bestimmt wieder von den Toten auf.



AL Twisted Evil
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